Spezialisierte Therapiegruppe für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch

Ein unerfüllter Kinderwunsch stellt für die meisten Betroffenen eine enorme Belastung dar.

Entscheidet sich ein Paar – meist nach jahrelanger Verhütung – für die Realisierung eines Kinderwunsches, kann das Nichteintreten einer Schwangerschaft zu einem Erleben von Kontrollverlust, Hilflosigkeit und Abhängigkeitsgefühlen führen. Diese Gefühle sind umso intensiver, je bedeutsamer die Planbarkeit der Familiengründung für das Paar in der Vergangenheit war, das heißt je stärker andere Lebensziele bisher in den Vordergrund gestellt und auch erreicht wurden. Die plötzliche Konfrontation mit den Grenzen der Machbarkeit kann zu einer Destabilisierung des Paares führen. Je länger die Erfahrung der ungewollten Kinderlosigkeit andauert, desto bedrängender können Kränkungs- und Neidgefühle werden, die häufig schuldhaft verarbeitet werden und zu zusätzlichen Selbstwertproblemen führen können. Da sich viele Paare dann von ihrem bisherigen sozialen Umfeld teilweise entfremden, kann es zu einem gewissen sozialen Rückzug kommen. Dadurch verringern sich die Möglichkeiten, das Kinderwunschthema mit Hilfe anderer etwas distanzierter zu betrachten und sich zu neuen Perspektiven anregen zu lassen. Zusätzlich kann Isolation zu einer Überforderung der Paarbeziehung beitragen, die sich dann häufig in sexuellen Störungen ausdrückt. Es entsteht ein Circulus vitiosus.

Oft verfügt das Paar über genügend eigene Bewältigungsressourcen. Durch die moderne Reproduktionsmedizin bleibt vielen Paaren das Schicksal der ungewollten Kinderlosigkeit erspart, gleichzeitig kann sich jedoch der Leidensweg erheblich verlängern und manchmal sogar intensivieren, insbesondere wenn mehrere Zyklen zur Behandlung erforderlich sind. Die Frage „Schöpfe ich alle medizinischen Maßnahmen aus oder wie erkenne ich, dass meine/ unsere Grenzen erreicht ist/ sind“, kann quälend sein und mit Gefühlen von Ausgeliefertsein, Ohnmacht, Angst und Wut belasten.

Bei vielen Paaren kann die Verunsicherung auch wesentlich früher anfangen, nämlich schon wenn eine gewünschte Schwangerschaft nicht zeitnah nach dem Absetzen von Verhütungsmaßnahmen einsetzt. Insbesondere die Frauen fühlen sich schon zu einem frühen Zeitpunkt von Ängsten, Stimmungsschwankungen, Versagensgefühlen usw. belastet.

Unabhängig davon, ob eine Diagnostik bei Ihnen erst bevorsteht, oder ob Sie schon auf einen längeren Behandlungsweg zurückschauen, sobald Sie sich belastet fühlen, sollten sie zumindest eine psychotherapeutische Beratung und falls nötig eine psychotherapeutische Begleittherapie erwägen. Denn durch die Belastung der ungewollten Kinderlosigkeit ist das Risiko für die Entwicklung von prolongierter seelischer Belastung mit Entwicklung von Symptomen ähnlich einer Depression, Ängsten und komplizierter Trauer erhöht.

Die Kosten für eine Psychotherapie (einschließlich eines unverbindlichen Erstgespräches) werden von ihrer Krankenkasse übernommen.

Ein Erstgespräch in der Psychotherapeutischen Sprechstunde dient zum Kennenlernen, zur Diagnostik und zur Besprechung des Procedere.

Im Vordergrund meines Behandlungsangebotes stehen die Verarbeitung aufgebrochener Gefühle durch den unerfüllten Kinderwunsch und die Unterstützung während der Behandlungszyklen unabhängig vom Erfolg reproduktionsmedizinischer Maßnahmen.

Hierzu biete ich in meiner Praxis die Teilnahme an einer spezialisierten Therapiegruppe für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch an.

Die Gruppenpsychotherapie hat gegenüber der Einzelpsychotherapie viele Vorteile, das therapeutische Potential ist größer. Die Gruppenmitglieder bereichern sich untereinander durch ihre persönlichen Wahrnehmungen, Beobachtungen, Interpretationen und Erfahrungen. Das Wahrnehmen der eigenen Gefühlswelt und der gemeinsame Austausch hierüber in einer Therapiegruppe stoßen komplexe Bewältigungs-, Wachstums- und Heilungsprozesse an. Eine spezialisiere Gruppe bietet Ihnen zudem in besonderer Weise die Möglichkeit, sich mit Betroffenen auszutauschen. Sie fühlen  sich aufgefangen und verstanden, das Gefühl der Isolation wird durchbrochen.

Ich berate Sie gerne ausführlich.

Vereinbaren Sie zur Beratung und zum Kennenlernen gerne einen Vorgesprächstermin in meiner Psychotherapeutischen Sprechstunde direkt online oder telefonisch oder per email.

 

Weiterführende links:

Praxis für Fertilität – Kinderwunsch- und Endometriosezentrum

Kinderwunschzentrum am Innsbrucker Platz

Medicover Humangenetik Berlin-Mitte MVZ

Charité – Klinik für Urologie

Kinderwunschzentrum Potsdam

 

Weiterführende Informationen:

Wann spricht man von einem unerfüllten Kinderwunsch?

Nach der Definition der WHO wird von einem unerfüllten Kinderwunsch gesprochen, wenn innerhalb eines Jahres trotz ungeschütztem, regelmäßigen Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eingetreten ist.

Wie häufig kommt der unerfüllte Kinderwunsch vor?

Noch vor zehn Jahren ging man davon aus, dass jedes zehnte Paar unter Infertilität leidet. Heute geht man davon aus, dass jedes sechste Paar mit Problemen bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches zu kämpfen hat.

Wohin kann ich mich wenden, wo kann ich Hilfe und Unterstützung finden?

Wenn ein Paar schon länger versucht hat, schwanger zu werden und eine Schwangerschaft jedoch ausbleibt, stellt sich die Frage, welche Hilfen (Beratung und Behandlung) zur Verfügung stehen. Mit dieser Frage können Sie sich als erstes an Ihre Frauenärztin, Ihren Frauenarzt wenden. Auch eine google-Recherche wird Ihnen erste Antworten geben, vor allem aber auch die Kinderwunschkliniken in Ihrer Nähe und deren Angebote Ihnen anzeigen.

Vielfach bleib jedoch unerwähnt, dass Ihnen auch eine psychologische Hilfe, Beratung und Unterstützung, auch in Form von begleitender Therapie währen einer Behandlung in einer Kinderwunschklinik zusteht.

Viele Frauen wollen sich zu Beginn ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema unerfüllter Kinderwunsch der Herausforderung auch stellen und merken aktuell wie auch im weiteren Verlauf unter Umständen nicht, wie sehr sie auch psychisch belastet sind. Viele Frauen und Paare sind es auch gewohnt, Konflikte und Belastungen selbst zu stemmen. Da sie nicht im engeren Sinne psychisch krank sind, sondern „einfach nur“ sehr belastet, kommen sie, so lange sie funktionslos- und leistungsfähig sind, nicht auf den Gedanken, dass Sie eine psychologische Hilfe in Anspruch nehmen dürfen und dass die Kosten hierfür sogar – hier in Deutschland – von Ihrer Krankenkasse übernommen werden.

Dabei stellen sich im Rahmen des Behandlungs- und Bewältigungsprozesses des unerfüllten Kinderwunsches viele Fragen.

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