+++Aktuelles+++

 

Aktuell sind wieder Therapieplätze frei für Patientinnen, die an einer Kombinationsbehandlung aus Einzel- und Gruppentherapie interessiert sind:

 

Freitags alle 14 Tage „Spezialisierte Therapiegruppe für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch“, 17:00 – 20:00 Uhr

 

Mittwochs alle 14 Tage „Störungsspezifische Therapiegruppe für Essstörungen“, 12:00 – 15:00 Uhr

 

Donnerstags alle 14 Tage „Therapiegruppe für Frauen mit Migrationshintergrund in türkischer Muttersprache, 9:00 – 12:00 Uhr

 

Die Vor- und Einzelgespräche hierfür können zeitnah beginnen. Bitte senden Sie bei Interesse eine gezielte Anfrage mit Ihrem Betreff  telefonisch oder per email an mich.

 

E-Mail: mail@grunert-psychotherapie.de

Tel.: ‭+49 30 21005913‬

 

 

Wieso Gruppentherapie?

 

Keine Angst vor Gruppen! Manche von Ihnen kennen Gruppentherapie aus stationären Aufenthalten und haben durchaus positive Erfahrungen gemacht, andere kennen diese Therapieform nicht und können sich auch nicht vorstellen, mit „wildfremden“ Menschen in einer Gruppe über ihre persönlichsten Befindlichkeiten zu sprechen. Andere wiederum haben im stationären Setting in einer Akutklinik oder Rehaklinik Gruppen als wenig hilfreich oder gar belastend erlebt.

Es bestehen jedoch wesentlich Unterschiede zwischen stationären und ambulanten Gruppentherapiekonstellationen. Die meisten stationären Gruppen werden „psychoedukativ“ oder „kognitiv-behavioral“ oder „nur“ unterstützend durchgeführt und haben viele anleitende Elemente. Es bleibt wenig Raum für individuelle, wirklich persönliche und belastende Gefühle und Themen, zumal man sich scheut, diese anzusprechen, wenn man weiß, dass man den anderen Gruppenteilnehmer nachher am Kaffeetisch auf Station wieder trifft. Auch ist der Schweregrad der Erkrankung bei Klinikpatienten höher, was sich auf das Gruppenerleben und die Funktionsfähigkeit der Gruppe auswirkt.

Die ambulante Gruppentherapie hat hier Vorteile. Der zumeist kurzen Therapiedauer in einer Klinik steht die Möglichkeit einer langen Therapiezeit im ambulanten Setting gegenüber. Auf einer Station wechseln die Teilnehmer häufig, das ambulante Gruppensetting hingegen ermöglicht eine lange Gruppenzugehörigkeit. Meine Patient*innen kommen nicht selten 3 bis 5 Jahre in ihre Gruppe. Es entsteht eine sehr vertrauensvolle Atmosphäre, in der alle nur denkbaren persönlichen Themen ihren Raum finden. Gleichzeitig bleiben Sie sich alle anonym und geben einander das Versprechen, dass keiner den anderen „herausträgt“. Außerhalb der Gruppensitzungen sollten Sie keinen Kontakt untereinander haben.

 

Wissenschaftlich nachgewiesen hat die Gruppentherapie vielfältige positive Effekte:

  • Verbesserung des Verständnisses der eigenen Symptome und Beschwerden
  • Verbesserung des Verständnisses für sich selbst
  • Verbesserung der Selbstannahme
  • Erweiterung der emotionalen Erlebnismöglichkeiten
  • Verbesserung der Regulationsmöglichkeiten des eigenen Befindens
  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit
  • Erweiterung des Repertoires an Konflikt- und Problemlösungsstrategien
  • Erweiterung des Selbstbildes durch Feedback aus der Gruppe
  • Verbesserung des Einfühlungsvermögens in andere
  • Verbesserung der Fähigkeit, im Team zu arbeiten
  • Die Gruppe kann als Gegengewicht zu den engen verstrickten Beziehungen innerhalb der Partnerschaft / Familie erlebt werden und die angemessene Abgrenzung fördern.
  • gegenseitige Unterstützung beim Abbau von unerwünschtem Vermeidungsverhalten
  • Verbesserung der emotionalen Intelligenz.
  • Selbstheilungskräfte werden mobilisiert

Vielen Menschen fällt es schwer, sich zwischen eigenen Bedürfnissen und den Erwartungen anderer Menschen zurechtzufinden. Im Alltag ist es zuweilen nicht einfach, die Balance zu finden  zwischen Familie, Freizeit und Beruf. Das Bedürfnis nach Verbundenheit und Gemeinschaft – aber auch nach Selbstständigkeit, Abgrenzung und Individualität führt zuweilen zu einem chronischen inneren Kampf/ einem inneren Konflikt. Es können Spannungen entstehen, die seelische und körperlichen Krankheiten zur Folge haben.

In einer Therapiegruppe können Menschen die Dynamik ihrer Beziehungssysteme oft besser erkennen, gestalten und verändern als in einer Einzeltherapie. Sie können ihre sozialen Kontakte mit all ihren Missverständnissen und Schwierigkeiten besser verstehen lernen und Verhaltensweisen ausprobieren, die sie auf ihr Alltagsleben übertragen.

 

Was erwartet Sie, wenn Sie zu mir in eine Gruppentherapie kommen?

Eine Gruppe besteht  in meiner Praxis aus 3-9 Teilnehmern und trifft sich regelmäßig alle zwei Wochen für 2 Therapiedoppelstunden. Meine Gruppen sind halboffenen, d.h. ein Einstieg in die Therapie und das Beenden der Therapie ist jederzeit möglich und wird individuell im Rahmen der möglichen Kassenleistungen zusammen mit Ihnen festgelegt.

Neben Gesprächen über Gefühle, persönliche Schwierigkeiten, Konflikte, Verhaltensweisen, Symptome etc., die im Alltag der Teilnehmer auftreten, wird vor allem auch über das gesprochen, was in den Beziehungen innerhalb der Gruppe „im Hier und Jetzt“ geschieht, sodass hier Raum für Rückmeldungen und Austausch besteht. Das gegenseitige Mitteilen von Wahrnehmungen, Empfindungen und das Geben von Rückmeldungen der Gruppenmitglieder ist ein  wertvolles Arbeitsmittel.

Ziel ist immer, über die Erfahrungen und das (Probe-)Handeln innerhalb der Therapiesituation eine bessere Lebensbewältigung auch außerhalb  der Therapiesituation zu erreichen!

 

Kombinationsbehandlung aus Gruppen- und Einzeltherapie

Dabei handelt es sich um  tiefenpsychologisch fundierte/ analytisch orientierte interaktionelle Gesprächsgruppen, die alle 14 Tage  für 2 Gruppendoppelstunden (übliche seitens der Kassen finanzierte Sitzungsdauer) stattfinden kombiniert mit regelmäßigen Einzelsitzungen, die, nach Einstieg in die Gruppe üblicherweise alle 2-4 Wochen  parallel dazu stattfinden.

Meiner Erfahrung nach sind – bei entsprechender Indikation und Passung – die positiven Effekte einer Kombination aus Einzel- und Gruppensitzungen einer reinen Einzeltherapie überlegen.

Vor der Entscheidung, ob eine Kombinationstherapie für den therapiesuchenden Menschen die richtige Methode ist, finden selbstverständlich ebenfalls mehrere Diagnose- und Beratungsgespräche im Einzelsetting statt, in denen Fragen geklärt, Unsicherheiten und Ängste besprochen und darüber oft beseitigt werden können.

 

Was sind die Voraussetzungen zur Teilnahme?

Sie sollten Interesse für andere Menschen mitbringen und die grundsätzliche Bereitschaft (auch und insbesondere wenn Sie sich damit bisher damit schwer tun), sich anderen Menschen gegenüber zu öffnen.

 

Besonders geeignet ist diese Therapieform für Menschen:

 

  • die den Hintergrund ihrer Symptome/Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich vermuten, ggf. auch biografisch verorten;
  • die aktuelle Themen/ Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich mitbringen, wie z.B. private oder auch berufliche Beziehungsprobleme (in Partnerbeziehungen, mit den eigenen Kindern oder Eltern, mit Freundschaften oder auch mit Kollegen oder Vorgesetzten),
  • mit Schüchternheit u.a. sozialen Schwierigkeiten, bzw. dem Gefühl, sich anderen Menschen gegenüber nicht „wirklich zeigen“ zu können/ zu dürfen, sich vor anderen verstellen zu müssen um akzeptiert oder gemocht zu werden oder auch dem Gefühl, ständig falsch eingeschätzt zu werden.

 

Nicht geeignet sind die von mir derzeit angebotenen Gruppen, wenn bei Ihnen eine stoffgebundene Suchterkrankung (Alkohol, Drogen, Medikamente) oder nicht-stoffgebundene Suchterkrankung (Spielsucht) im Vordergrund steht und Sie aktuell noch konsumieren. Die Indikation für eine Gruppentherapie bei schweren Traumata, schweren Depressionen mit zu stark eingeschränktem Antrieb und ausgeprägt passiven Anteilen oder schweren Zwangserkrankungen sind im Einzelnen sehr genau zu prüfen.

Bei Unklarheiten berate ich Sie gerne. Vor der Entscheidung, ob eine Gruppen- oder Kombinationstherapie für Sie die richtige Methode ist, finden selbstverständlich in jedem Fall Diagnose- und Beratungsgespräche im Einzelsetting statt, in denen Fragen geklärt, Unsicherheiten und Ängste besprochen werden können.

 

Die Kosten für das Erstgespräch sowie für alle weiteren Leistungen in meiner Praxis werden von Ihrer Krankenkasse übernommen. Eine Überweisung ist nicht notwendig.

Vereinbaren Sie zur Beratung und zum Kennenlernen gerne einen Vorgesprächstermin in meiner Psychotherapeutischen Sprechstunde direkt online oder telefonisch oder per email.