Psychokardiologische Sprechstunde
Eine Herz-Kreislauf-Erkrankung betrifft nicht nur den Körper – sie kann auch tief in die Seele greifen. Viele Betroffene erleben nach Diagnosestellung, nach einem akuten Ereignis wie Herzinfarkt, nach einer Operation oder im Verlauf einer chronischen Herzkrankheit ausgeprägte psychische Belastungen. Diese können sich auch dann fortsetzen oder verstärken, wenn die körperlichen Befunde stabil sind. Die psychokardiologische Sprechstunde richtet sich an Patient:innen mit Herzerkrankungen, die zusätzlich seelische Unterstützung, Klärung und therapeutische Begleitung wünschen.
Herzerkrankungen gehen häufig mit stressbezogenen Symptomen einher, z. B. anhaltender Erschöpfung, Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen oder starken Ängsten vor weiteren kardialen Ereignissen. Viele Patient:innen berichten von überwältigender Sorge, exzessiver Selbstbeobachtung körperlicher Signale (z. B. Herzklopfen) und daraus resultierenden Vermeidungsverhalten oder Panikreaktionen.
Psychische Belastungen wirken sich nicht nur auf das seelische Wohlbefinden aus, sondern beeinflussen auch den Verlauf der Herz-Kreislauf-Erkrankung selbst. So können Depressionen und chronischer Stress das Risiko von weiteren kardialen Ereignissen erhöhen und die Lebensqualität sowie die körperliche Genesung negativ beeinflussen.
Zudem erleben viele Patient:innen Veränderungen im Selbstbild, im Vertrauen in den eigenen Körper und in der eigenen Zukunftsperspektive. Gefühle von Hilflosigkeit, Ohnmacht, Existenzangst oder auch Schuld- und Schamgefühle können auftreten und die Verarbeitung der Erkrankung erschweren.
In der psychokardiologischen Sprechstunde geht es zunächst darum, die aktuelle psychische Situation und deren Zusammenhang mit der Herzerkrankung zu verstehen. Gemeinsam klären wir, welche inneren Belastungen im Vordergrund stehen, welche Gedanken- und Verhaltensmuster die Situation prägen und wie diese durch die Erkrankung, frühere Erfahrungen und zwischenmenschliche Beziehungen beeinflusst werden. Diese Ausgangsanalyse bildet die Grundlage für eine individuell passende therapeutische Empfehlung.
Je nach Bedarf und Anliegen kann die psychokardiologische Sprechstunde in weiterführende therapeutische Angebote überleiten, z. B. Einzeltherapie oder eine themenspezifische Gruppentherapie, wie ich sie anbiete.
Gruppentherapie bietet einen geschützten Rahmen, um Erfahrungen auszutauschen, gegenseitiges Verständnis zu erleben und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Viele Betroffene empfinden es als entlastend und stabilisierend, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die ähnliche körperliche und emotionale Herausforderungen bewältigen. Ziel ist es, die emotionale Lebensqualität zu verbessern, die psychische Komorbidität zu vermindern und eine tragfähige innere Stabilität zu fördern, die sowohl das psychische als auch das körperliche Wohlbefinden unterstützt.
Die Kosten für die psychokardiologische Sprechstunde sowie für die von mir angebotene „Spezialisierte Therapiegruppe für Patient:innen mit kardiologischen Erkrankungen“ werden von Ihrer Krankenkasse übernommen.
Ich berate Sie gerne persönlich.
Vereinbaren Sie zur Beratung und zum Kennenlernen gerne einen Vorgesprächstermin in meiner Psychotherapeutischen Sprechstunde gerne per E-Mail oder direkt über die Buchungsportale Jameda oder doctolib.

